Schmeckt wie Urlaub

Da les ich auf Queer.de einen Artikel über das Buch “Schmeckt wie Urlaub… und macht nicht dick!” und denk mir ‘Joaaaa, das klingt ganz witzig, und ich hab schon lange nichts mehr witziges gelesen!”. Also mal schnell auf Amazon das Buch (zusammen mit einem anderen Buch, damit sich das auch lohnt mal wieder was zu bestellen) eingepackt. Das Paket kam letzten Samstag und ich habs natürlich sofort aufgerissen und die Bücher ausgepackt, allerdings noch keinen Blick reingeworfen. Meine Bücher lese ich eigentlich immer auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule und auf dem Heimweg zurück. Musste sich das Buch also noch bis Montag gedulden, gelesen zu werden.

Am Montag in der S-Bahn nach Nürnberg fing ich dann an, das Buch zu lesen und musste schon bei den ersten Seiten ausgesehen haben, wie ein Volldepp auf dem Weg nach Glücklichsein. Ich stand nur mit einem Dauergrinsen im Zug und las. In der Zeit vor Unterrichtsbeginn am Montag saß ich auch nur über dem Buch, bis die ersten Klassenkameraden eintrafen. In der Arbeit war ich mit Videoschnitt beschäftigt und während das Videorendering mit dem Rechner um den Arbeitsspeicher und den Prozessor kämpfte, hatte ich genug Zeit, ein paar weitere Seiten zu lesen – sprich, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Auch die letzten zwei Tage war ich mit Videoschnitt und -rendering beschäftigt, wodurch ich das Buch in (für mich) ziemlich schnellen Verhältnissen durchgelesen hatte. Gegen Ende konnte ich gar nicht weiterlesen, es war zu spannend. Ich bin aufgesprungen, hab wild umher gestikuliert und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen – dramatisch! Zum Glück war ich alleine, aber ich glaube die Nachbarhäuser um unser Büro hatten ein besseres Abendprogramm als RTL und Pro7, wenn sie mir beim Lesen zusahen.

Jedenfalls stelle ich mir bei grundsätzlich allen Dingen und Themen vieles bildlich vor. So kommt es auch vor, dass gute Geschichten in meinem Kopf automatisch in Comics umgewandelt werden. “Schmeckt wie Urlaub” macht da keine Ausnahme, und da ich immernoch mit Videoschnitt beschäftigt bin (hurra!), hatte ich Zeit für eine kleine Skizze von einer der Figuren. Madame Anthea, die Transgender-Wahrsagerin in der Geschichte. So viel Text für eine so kleine Skizze.

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