Er steht einfach nicht auf dich… oder doch? Oder nicht?

Ein beliebtes Thema und da ich ja grad auch mit meinen Skizzen in Sachen Vergangenheit rumkrame, warum nicht auch ein Thema, das vielleicht auch viele andere beschäftigt? Und wer kennt es nicht: man findet jemanden unheimlich attraktiv, interessant und ansprechend. Interesse decken sich, Gemeinsamkeiten finden sich, doch man selbst weiß nicht, wie man auf diese Person wirkt und ob wirklich Gegeninteresse vorhanden ist. Meist ist es einem zu unangenehm oder zu peinlich, das Gespräch auf diese Thematik zu lenken und darüber zu reden.

Man redet mit allen möglichen Personen darüber, nur nicht mit der Betreffenden. Was bleibt einem dann ausser Ungewissheit? Interpretationen sind keine Fakten und nur Tatsachen klären auf. So bleiben nur Missverständnisse. Mir passiert das schon öfter. Man sieht sich selbst schon in der “Friendzone” und belässt es dann dabei. Manchmal liegt man richtig, manchmal liegt man falsch – und man ärgert sich darüber, nicht lange, aber es ist eben eine nicht genutzte Chance.

In Sachen Männern bin ich generell eher schüchtern und zurückhaltend. Ich kann nicht flirten und ich kann es auch schwer einschätzen ob man mit mir flirtet. Ich hab eben ne lange Leitung. Manchmal muss man mich auch mit der Nase draufstupsen, damit ich etwas bemerke, manchmal interpretiere ich auch zu viel rein. Missverständnisse nicht ausgeschlossen. Dabei habe ich meine eigene Art und Weise, Interesse zu zeigen. Und man müsste eigentlich schon blind und taub sein, um dann nicht zu kapieren dass ich auf jemanden stehe. Es gibt so einige Dinge, die ich mache, aber diese hier breitzutreten wäre ja zu einfach und manche wären auch so allgemein, dass es auf jeden zutreffen könnte. Die Wichtigste ist aber: sobald ich freiwillig für jemanden ein Artwork zeichne, dann hat das schon was zu heißen!

Aber zu Missverständnissen kommt es dennoch. Wer sagt einem, dass es doch ein Gegeninteresse gibt? Vielleicht sind auch beide Parteien einfach zu unbeholfen darüber zu reden. Mir ging und geht es auch noch ähnlich, aber ich bin ein Fan von offenen Worten und Ehrlichkeit, auch wenn ich meine Probleme habe, mich in dieser Hinsicht noch korrekt zu äußern. Wann der Zeitpunkt gekommen ist, darüber zu reden, weiß man nicht. Es kann schon zu spät sein, es kann schon zu früh sein. Ich denke ich bin bei solchen Angelegenheiten nicht unbedingt alleine und irgendwie hatte ich das Bedürfnis, darüber zu schreiben und vielleicht ein bisschen Einblick zu gewähren.

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis, der eigentlich selbstverständlich ist: Sollte man für jemanden schwärmen, ist es ratsam, nur mit den Freunden darüber zu reden, die man auch als sehr gute oder beste Freunde bezeichnet. Nicht alle Freunde verdienen jene Bezeichnung. Aber das kann auch nur ein Phänomen der Schwulenwelt sein.

Nachtrag: Nein, ich bin momentan nicht unglücklich in wen verschossen. Das war ein “Erfahrungsbericht” ;)

1 Kommentar

  1. LieberGott

    Das ist wohl eine Frage, die viele Menschen quält und verrückt macht. Um die Problematik anzugehen, gibt es sicherlich viele Ansätze.

    Zum einen kann man sich bei persönlichem Kontakt etwas mehr auf die Körpersprache des Gegenüber konzentrieren. Mimik und Gestik machen aus einem Menschen oftmals ein offenes Buch. Wirkt ein Mensch verschlossen oder aufgeschlossen? Erzählt er die Wahrheit oder lügt er, dass sich die Balken biegen? Wohin wandern seine Blicke? Was macht er mit seinen Händen? Weicht er Berührungen und Blickkontakt aus?

    Auch Gesprächsthemen verraten viel über einen Menschen. Worauf konzentrieren sich Unterhaltungen? Eher auf allgemeine Themen? Auf gemeinsame und/oder unterschiedliche Interessen? Oder auch die Thematik zwischenmenschlicher Beziehungen und Zukunftsplanungen? Auf der Suche nach einem potentiellen neuen Lebens(abschnitts)gefährten setzen Menschen verschiedene Prioritäten. Allerdings lässt man “Bekannte” oder Menschen, die man gerade erst oder vor kurzem kennengelernt hat nicht unbedingt an solchen Gedankenpfaden teilhaben – das ist oft eher für Freunde und Nahestehende gedacht.

    AM “einfachsten” wäre es doch vielleicht, wenn man versucht aus sich herauszugehen und das Ruder in die Hand zu nehmen. Den ersten Schritt machen – was weniger bedeutet, den- oder diejenige gleich anzuspringen, sondern eher zu versuchen durch direkte Konfrontation das “Wir beide?” in den Mittelpunkt zu stellen. Über eigene Gedanken und eventuell Gefühle zu reden (wobei man bei Gefühlen vorerst zurückhaltend sein sollte) und den potentiellen Partner oder Schwarm fragen, wie er das sieht und ob man sich aufgrund von Schüchternheit vielleicht eine zeitlang gegenseitig/zusammen daran hindert, einen Schritt weiter zu gehen. Man wird es nie wissen, wenn man nichts wagt. Mehr als verlieren kann man nicht.

    Und sollte derjenige dann abgeschreckt oder gar angeekelt sein, weiß man direkt, dass man das Richtige getan hat und kann sich für andere Dinge/menschen öffnen. Oder man wagt eben einen Start in eine neue Beziehung, falls Interesse und Erleichterung über die Eröffnung des Themas zu sehen ist.

    Just my 2 cents ;)

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